Briefmarken-Leitfaden
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651 Fragen und Antworten
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Frage:
25.02.2018
Frage:
Hallo, ich habe eine Marke Deutsches Reich Michelnr. 43 mit Zähnung 14 zu 14 3/4
Nach Katalog soll sie 13 1/2 zu 15 1//4 haben.
Ist das in der Toleranz oder etwas Besonderes.
Gruß Horst
Antwort:
Antwort:
Eine solche Toleranz gibt es nicht - schlüssig beantworten kann ich Ihre Frage jedoch nicht. Vielleicht kann ein anderer Sammler die Antwort geben.
Frage:
22.02.2018
Frage:
was sind echtheitsmerkmale eines bpp attestes?
Antwort:
Antwort:
Ähnlich denen unserer Geldscheine haben die Atteste der Prüfer Echtheits- / Sicherheitsmerkmale, die auf der Internetseite des Prüferbundes beschrieben werden.
Frage:
05.02.2018
Frage:
Was sind Randstücke mit Schnittmarkierung (SM)
Antwort:
Antwort:
Randstücke, also Marken mit Rand und insbesondere Eckrandstücke, finden das besondere Interesse bei den Briefarkensammlern. Folgerichtig werden dann Stücke mit Druckerangaben jedwelcher Art nochmals besonders gesucht - z.B. bei den Formnummern gibt es, wenn es die von 1 bis 4 gibt je vier 50er oder 100er-Bogen gerade mal je 1 Stück - wahrlich keine Massenware.

Und bei den Randzudrucken finden sich eine ganze Menge an Varianten: Druckerzeichen, Formnummern, Bogenwertzudrucke, Berlin-Inschrift, Passerkreuz, vieles mehr - und auch Schnittmarkierungen.

Briefmarken werden in mehreren Bögen gleichzeitig gedruckt (Druckbögen), die dann zu Schalterbögen getrennt werden müssen. Die Schnittmarkierungen dienen dazu, die Druckbögen auf der Schneidemaschine so einzulegen, dass eine exakte Trennung erfolgen kann.

Der Sammlerkollege Günther Schwarz, Görsenköthen 21, 40882 Ratingen, Telefon 02102 81731 hat in seinem Buch "Auch der Bogenrand ist interessant" alle Randzudrucke erfaßt und ihre Entstehung / Notwendigkeit beschrieben - ein Buch, das jeder Samler haben sollte. Hier wird Wissen vermittelt, das den Preis in kürzester Zeit wett macht.
Frage:
31.01.2018
Frage:
Wo kann ich die Auflagenzahlen der Briefmarken kostenlos erfahren?
Antwort:
Antwort:
Kostenlos? Ein Hobby zu haben bedeutet, es zu lieben, zu pflegen und auch darin zu investieren. Das muß nicht unbedingt Geld sein, aber auch. Nur dann kann etwas werthaltig sein bzw. werden. Und selbst so lapidare Informationen, wie Auflagezahlen, müssen von jemandem mit großem Aufwand zusammengetragen und dokumentiert werden. Denken Sie mal darüber nach.

Finden können Sie diese Zahlen in fast jedem Briefmarkenkatalog - den jeder Briefmarkensammler als möglichst umfangreiche Informationsquelle, nach Möglichkeit also z.B. den "Michel Spezial", benötigt.

Mal von alledem abgesehen, sind Auflagezahlen wenig aussagefähig: Verkaufsauflage 1 Mio. Sätze Jugendmarken sind Massenware, weil die fast nur von Sammlern gekauft werden. Jeder Sammler hat sie, keiner sucht sie - oder wird sie je suchen müssen. Wert? Der Uninformierte zahlt dafür zu viel! Die Berliner Freimarkenserie "Frauen": Hier geben die Auflagezahlen die Druckauflagezahlen wieder. Stichwort Wiedervereinigung, Gültigkeit bie 31.12.1991, wurden große Mengen vernichtet. Wieviele? Keiner weiß es. Versuchen Sie mal einen zentrisch, von normalen Berliner Postämtern (nicht Berlin 12 oder mit Ersttags-Sonderstempel oder Bund) gestempelten Satz zusammenzutragen. Scheitern ist der Normalfall.

Nur zwei Beispiele für den Umgang mit "Auflagezahlen" - und es gibt sehr viele.
Frage:
28.01.2018
Frage:
echt gelaufene BRD Schmuck FDC wie werden die bewertet
Antwort:
Antwort:
Bei den Schmuck-FDC handelt es sich um sogenanntes "Machwerk", das speziell für "Sammler" hergestellt, einfach nur der Geschäftemacherei dient. Zu zigtausenden auf dem Sammlermarkt handelt es sich hier einfach nur um nicht sammelwürdige Massenware. Daran ändert auch der Versand solcher Stücke nichts, da auch sie mit dem massenhaften Ersttagsstempel entwertet wurden. Ganz anders sieht es mit Poststücken aus, die am Ausgabetag von einem normalen Postamt gestempelt und verschickt wurden. Hier gibt es eine große Zahl von Interessierten - aber nur ein geringes Angebot.
Frage:
23.01.2018
Frage:
Hallo,
ich habe auf einigen Germania-Briefmarken auf der Rückseite die Buchstaben A F gefunden.
Was bedeuten sie?
Mit freundlichen Grüßen
H.Gurlich
Antwort:
Antwort:
Das kann ich Ihnen leider auch nicht sagen. Mutmaßlich sind das aber Notizen eines Sammlers, die, direkt auf das Sammelobjekt aufgebracht, zum Wertverlußt führen.
Frage:
11.01.2018
Frage:
Guten Tag,
ich habe eine für mich wichtige Frage. Ich bin ganz neu in der Philatelie und
interessiere mich für die Briefmarken von Deutschland (incl. der
Besatzungsgebiete) in der Zeit von 1933-1950. Welchen Katalog kann ich kaufen,
der folgendes bietet: Bebilderte Darstellung aller dieser Marken, Wertangaben
postfrisch und gestempelt. Gleichzeitig möchte ich aber auch ausführlichere
allgemeine Erklärungen (z.B. der verschiedenen Plattenfehler, sonstige
Besonderheiten,Abarten etc.), Es wäre schön, wenn all dieses in einem Katalog
möglich wäre, da ,meine finanziellen Möglichkeiten eingeschränkt sind. Es
wäre schön, wenn Sie die Zeit finden könnten, diese Frage zu beantworten,
damit ich in dieses interessante Gebiet starten kann.

Vielen Dank und mit freundlichen Grüßen
Sascha

Antwort:
Der Michel Deutschland-Spezial bietet Antworten auf alle Ihre Ansprüche - nur billig ist er nicht, der 2017er kostet € 88,00. Aber zum Trost: man benötigt nicht die aktuelle Version, da tut es auch ein älterer Jahrgang. Z.B. ist der 2016er schon für € 34,50 im Internet zu bekommen. Die Wertangaben in den Katalogen sind im Übrigen unsinnig, haben mit dem tatsächlichen Wert nur ganz selten etwas zu tun, sind einfach nur Wunschpreise, zu denen der Handel die Sammler gerne übervorteilen möchte.
Frage:
09.01.2018
Frage:
Guten Tag,
Ich habe Ihren Ratgeber mit grosser Freude gelesen. Einige Fragen habe ich dazu:
1.Bei Ebay werden Marken gestempelt angeboten, bei denen der Stempel nicht pruefbar ist. Zb. Bund Posthorn. Es gibt nahezu keine Marken, die pruefbar gestempelt sind. Sind alle diese Marken wirklich wertlos?? Ich bin entsetzt, dass auch von Privat nur wertlose Marken angeboten werden.
2.Koennten Sie bitte etwas mehr zu Plattenfehlern sagen, zB. Plattenfehlern I und II. Ich habe bei Ebay geschaut und konnte keine Fehler erkennen, obwohl sie als PF angeboten werden...
3.Zu der Benzinprobe: Wie mache ich das? Benzin auf die Vorderseite der Marke? Lasse ich das dann einfach trocknen und sieht man das der Marke danach nicht an?
Viele Fragen... Vielleicht finden Sie die Zeit, sie zu beantworten. Vielen Dank dafuer und beste Grosser, Sascha
Antwort:
Antwort:
Ich kann Ihnen nicht ersparen, meine Seiten zu lesen, denn dort finden Sie alle Antworten auf Ihre Fragen - und gehe deshalb nur kurz auf Ihre Mail ein.

Zu 1. Briefmarken sind nicht automatisch etwas Wert. Angebot und Nachfrage bestimmen, wie übrigens bei fast allem im Leben, den Preis. Briefmarken sind Massenware, die von Sammlern in bestimmten Qualitäten und Ausprägungen als sammelwürdig angesehen werden. Ein Sammler sollte wissen, ob seine Sammlung ein Zusammentragen von Bildchen ist oder auch Qualitätsmerkmale erfüllen soll – und sich dadurch in Kauf- und Verkaufspreis nach oben bewegt.

Zu 2. Plattenfehler werden z.B. im Michel Deutschland-Spezial (oder auch in noch spezialisierteren Katalogen) genau beschrieben (teilweise abgebildet) und mit I, II, III usw. katalogisiert. Diese Fehler sind meist nur in der Vergrößerung erkennbar.

Zu 3. Bei der „Benzinprobe“ (Wasserzeichensuche) wird die zu untersuchende Marke mit der Bildseite in ein im Handel erhältliches schwarzes Plastikschälchen gelegt und mit REINBENZIN übergossen. Jetzt ist das Wasserzeichen sichtbar. Das Benzin verdunstet innerhalb kürzester Zeit wieder – und hinterlässt keine Spure.

Zu 4. Prüfbar sind gestempelte Marken, wenn Ort und / oder PLZ und Datum der Abstempelung lesbar sind. Beim gesuchten zentrischen Stempel ist das, ob kleine oder große Marke, fast immer möglich. Für die Sammelwürdigkeit ist übrigens auch noch die Stempelqualität wichtig.
Frage:
07.01.2018
Frage:
Werter Herr Köpfer,
mit Interesse habe ich Ihre kritischen Anmerkungen
zu unserem schönen Hobby gelesen.
Ich bin derzeit dabei,die deutschen Marken in den
Ausgaben nach 1945 durchzugehen, um noch einmal Marken mit defekter Zähnung herauszufischen, um diese konsequent zu vernichten .
Insbesondere habe ich dabei auch DDR im Auge,
wo ich meinen Bestand an Dubletten radikal zu
verringern trachte . So denke ich mir, wenn das
ein jeder Sammler tun würde - auch mit anderen -
Sammelgebieten, so würde ein gewisser Grad an
einer Gesundschrumpfung erreicht und könnte eventuell die Nachfrage etwas
beleben . Was meinen Sie dazu ?
Mit freundlichen Neujahrsgrüßen
Th.

Antwort:
Ihre Anregung ist sinnvoll, aber diese Flut ist nicht einzudämmen. Ich denke allerdings, dass es bei den Qualitätssammlern ganz gut aussieht. Ich beispielsweise habe aus meinem Sammelgebiet Berlin alle fehlerhaften und schlecht- bzw. nicht prüfbar gestempelten Marken (nicht erkennbares Datum) aussortiert und über die grüne Tonne entsorgt. Und das sollte jeder für sich tun. Es ist eine Wohltat,in einem "schrottfreien" Album zu blättern.
Frage:
07.01.2018
Frage:
Guten Tag Herr Köpfer!

Ich lese Ihre Website seit Jahren und möchte mich dafür bedanken, daß Sie damit so vielen Menschen die Augen öffnen konnten.

Ich habe eine Frage bezüglich der Schlegel BPP-Signatur, welche rückseitig auf der Marke angebracht.

Ich habe einer anderen Leserfrage gelesen, daß Sammlerbeschriftungen rückseitig auf der Marke als wertmindernd gelten, jedoch nicht bei der Schlegel-Signatur, obwohl diese, wenn auf einer postfrischen Marke rückseitig aufs Gummi gestempelt, ja eigentlich nicht mehr postfrisch ist, also nicht mehr so, wie von bei der Post einst verausgabt, wenn man "postfrisch" so definieren sollte.

Eigentlich müssten doch aus dieser Überlegung heraus alle Marken kein rückseitiges, teilweise sogar mehrfach, Prüfzeichen aufgestempelt werden (oder darf man auch sagen, "beschmiert werden"?), sondern nur und ausschließlich
Kurzbefunde, Befunde und Atteste ausgestellt werden.

Den einzigen Vorteil, den ich bei einem Prüfzeichen gegenüber eines Befundes sehe, ist, daß man die Erhaltung einer Marke eventuell genauer angeben kann durch die Anbringung des Signums in unterschiedlicher Höhe, gemessen ab der unteren Zahnreihe.

Wie sehen Sie dies, Herr Köpfer?

Antwort:
Wenn es diese kleinkriminellen Briefmarkenmanipulateure, die auf eine Stufe mit Laden- oder Taschendieben zu stellen sind, nicht gäbe, wäre die Prüfung von Sammlermarken und deren Folgen überhaupt kein Thema. So aber geht in der Philatelie ohne Prüfung gar nichts.
Das bedeutet gleichzeitig, dass Kennzeichnungen oder Atteste notwendig sind, die den Zustand eines Sammelobjekts be- bzw. umschreiben. Üblich sind ein Signum, welches, unterschiedlich angebracht, auch die Qualität zu beschreiben versucht und Kurzbefunde oder Atteste, die das gleiche Ziel haben.

Bei postfrischen Prüfobjekten erhebt sich die Frage, wie sichergestellt ist, dass z.B. ein Berliner Währungsgeschädigten-Block mit Attest auch der ist, der geprüft wurde oder dem gutgläubigen Käufer ein manipuliertes Sammelstück untergejubelt wird? Der betrügerische Verkäufer bekommt ja immer wieder ein neues Attest. Und diese Gefahr besteht nicht nur bei Blocks.

Und, da der Normalsammler ja nicht der ist, der sich z.B. einen Satz „schwarzer Aufdruck“ (Michel 1 – 20) komplett mit Attest kauft, sondern Stück für Stück, Wert für Wert, müsste er, um den irgendwann kompletten Satz entweder auf Risiko ungeprüft zusammengetragen haben, oder jeden Wert mit Kurzbefund (20 Befunde) geprüft haben.

Überträgt man diese Vorgehensweise (ungeprüft zusammentragen) auf die gestempelte Variante, wird es noch verrückter: War bei „postfrisch“ noch das Risiko auf nachgummiert, repariert oder falscher Aufdruck beschränkt, kommt hier noch der falsche Stempel hinzu. Der Wunsch, diesen Satz mit Attest prüfen zu lassen, wird die Enttäuschung schlechthin.

Fazit hier: der Normalsammler wird seine Sammlung Stück für Stück zusammentragen, was ja schließlich auch der Spaß beim Sammeln ist, und tunlichst jedes bessere Objekt mit Signum geprüft erstehen – und dabei höher geprüfte, also solche mit Qualitätsfehlern, unbeachtet lassen. Und es ist zweifelsfrei festzustellen, dass mit Signum, oder, wenn sinnvoll, mit Befund oder Attest geprüfte Marken sichtbar echt sind, uns Sammler vor Betrug schützen.

Wer es sich finanziell erlauben kann, Briefmarken mit Attesten zu kaufen, wird, wegen der höheren Prüfgebühr, tiefer in die Tasche greifen müssen - und überwiegend gefälligkeitsgestempelte Ware der Versandstellen (Charlottenburg oder Berlin 12, Frankfurt, Bonn oder Weiden) erstehen.

Eine Minderbewertung mit Signum geprüfter Marken lancieren zu wollen, halte ich für einen neuen Versuch, die Sammler über den Tisch zu ziehen oder im Umkehrschluß, den kapitalkräftigen Sammlern noch mehr Geld abzuknöpfen.

Und das ist wieder einmal der Moment, wo ich daran erinnern möchte, dass wir Sammler die Philatelie sind, ohne uns gäbe es sie nicht.
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